Sonntag, 4. Mai 2014

Tschüss, Du kaltes, nasses Wetter und nimm die Eisheiligen mit!




Regen im Mai von Friedrich Soldner

Immer wieder dieser Regen,
was macht man nur dagegen?
Er ist zwar gut für Baum uns Flieder,
doch Blumen drückt er nieder.

Die Hoffnung auf trocknes Wetter ist verflogen.
Die Eisheiligen sind ins Land gezogen,
das Wetter rauh, trüb und kühl.
Man hat kein Frühlingsgefühl!

Der Himmel deckt sich grau in grau,
dunkle Wolken und kein Maienblau -
ein, zwei Tage ist es warm und lind,
dann folgt Regen wieder geschwind.

Nach kräftigen Mai-Gewittern
muß man vor Kälte und Nässe zittern.
Mit viel Regen fühlt sich das Unkraut wohl,
zuviel ist er für Samen und Kohl.

Schulkinder tragen bunte Regenmützen,
stapfen gerne durch Wasserpützen.
Wassertropfen perlen sich am Autolack,
naß und violett schimmert sich das Blech am Track.

Noch vor des Tages wecken
kommt das Volk der Schnecken,
schleimig, schmierig aber stete,
finden sie Gartenbeete.

Blumen braucht man jetzt nicht gießen
und Obstbäume lassen Knospen sprießen.
Jedoch gibt es keine Frage -
Wir wollen endlich herrlich warme Tage!

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